NIKON AUSRÜSTUNG
Nach mit dem Nikon D System, der Sony Alpha Serie bin ich nun bei der Canon R Serie gelandet, da diese mit Abstand beste Haptik an den Tag legt. Als Speed- u. Actionkamera dient die Canon EOS R3, für Landscape u. Portraits die Canon EOS R5 II, für Planespotting / Wildlife die Nikon Z50 II, zum filmen die Insta360 X4 und für Airshoots die DJI Mini 5 Pro.
Nikon Z50 Mark II
Die 'Kleine Schnelle' Jägerin
Die Nikon Z50 II ist bei jeder Airbase dabei!
Sensor: APS-C / DX-Format CMOS-Sensor (23,5 × 15,7 mm) Effektive Auflösung: 20,9 Megapixel (5.568 × 3.712 Pixel) Bildprozessor: EXPEED 7 ISO Empfindlichkeit: ISO 100 bis 51.200 (erweiterbar auf ISO 100 bis 204.800) Foto-Formate: NEF (RAW 12/14 Bit), JPEG, HEIF (10-Bit) AF-System: Hybrid-Autofokus mit 209 AF-Messfeldern Motiverkennung: KI-gestützte Erkennung von Personen (Augen/Gesicht), Tieren, Vögeln und Fahrzeugen AF Empfindlichkeit: bis -9 LW (bei f/1.2) Serienbildrate Mechanischer Verschluss: bis zu 11 Bilder/s Elektronischer Verschluss (C30): bis zu 30 Bilder/s (JPEG) Pre-Release Capture: On Board
Nikon Z 180 - 600 mm
Das 'Zoom Monster' bis 900mm
Das Nikon Z 180-600mm mit APS-C Bonus
Brennweite: 180–600 mm Lichtstärke: f/5,6 bis f/6,3 kleinste Blende: f/32 bis f/36 Bajonett: Nikon Z-Mount Format: Vollformat Optischer Aufbau: 25 Linsen in 17 Gruppen Bildwinkel: FX-Format: 13° 40′ bis 4° 10′ | DX-Format: 9° bis 2° 40′ Blendenlamellen: 9 Autofokus Motor: Schrittmotor (STM) Fokussiersystem: Innenfokussierung Bildstabilisator (VR): Optisch, bis zu 5,5 Blendenstufen Kompensation (Normal / Sport Modus) Naheinstellgrenze (ab Sensorebene): 180 mm: 1,3 m 200 mm: 1,36 m 300 mm: 1,67 m 400 mm: 1,94 m 500 mm: 2,19 m 600 mm: 2,4 m max. Abbildungsmaßstab: 1:4,0 (0,25×) Fokusbegrenzer: FULL (∞ bis 1,3 m) / ∞ bis 6 m Zoom-System: Interner Zoom (Länge und Schwerpunkt bleiben beim Zoomen konstant) Filtergewinde: 95 mm Abmessungen: 110 mm × 315,5 mm Gewicht: Ohne Stativadapterring: 1.995 g mit Stativadapterring: 2.140 g Wetter- & Staubschutz: ja
KAMERA EINSTELLUNGEN
Im Allgemeinen erfordert fotografieren spezielle Kameraeinstellungen, um die möglichst besten Ergebnisse zu erzielen. Hier sind einige grundlegende Einstellungen welche man beim fotografieren bei bestimmten Objekten beachten sollte. Diese kann man natürlich auf alle Kamera Hersteller ableiten
- Jets
- Rennwagen
- Helis & Propeller
- Portraits
Für gestochen scharfe und professionelle Aufnahmen von schnellen Jets wie einem Eurofighter (sei es bei Flugshows wie RIAT, ILA oder im normalen Flugbetrieb) kommt es vor allem auf die richtige Kombination aus Verschlusszeit, Autofokus und Blende an.
Aufnahmemodus und Belichtung
- Modus: S (Blendenpriorität mit manueller Zeitvorwahl) oder M (Manuell). Im manuellen Modus (M) hast du bei wechselnden Lichtverhältnissen durch den Himmel die volle Kontrolle, wenn du die ISO auf Auto-ISO stellst.
- Verschlusszeit (Shutter Speed): Das ist die wichtigste Schraube.
- Für gestochen scharfe Jets (Einfrieren der Bewegung): Nutze mindestens 1/1600 s bis 1/3200 s (oder schneller), um den Jet absolut scharf abzubilden.
- Für den Mitzieher (Dynamic Blur): Wenn du den Jet mitgezogen verfolgst und der Hintergrund verwischen soll (um Geschwindigkeit zu betonen), wähle 1/125 s bis 1/250 s und nutze den Bildstabilisator (VR).
- Blende (Aperture):
- Blende nicht voll öffnen, wenn es das Objektiv erlaubt, sondern leicht abblenden (z. B. auf f/5.6 bis f/8). Die meisten Teleobjektive sind hier am schärfsten, und du hast etwas mehr Toleranz beim Schärfebereich, falls der Fokus knapp daneben liegt.
- ISO: Stelle ISO 100 bis 400 ein (bzw. Auto-ISO mit einem Limit bis max. ISO 3200). Da Jets meist im hellen Tageslicht oder vor dem blauen Himmel fliegen, brauchst du keinen hohen ISO-Wert.
Die Z50II besitzt eine dedizierte Motiverkennung für Fahrzeuge/Flugzeuge
Autofokus-Einstellungen (AF)
- Fokusmodus: AF-C (Kontinuierlicher Autofokus), damit die Kamera das Motiv permanent verfolgt, während sich der Jet mit hunderten Stundenkilometern nähert.
- AF-Messfeldsteuerung:
- Nutze das 3D-Tracking oder die automatische Messfeldsteuerung mit aktivierter Flugzeug-Erkennung (unter Menü > Benutzerdefinierte Einstellungen > Autofokus > Motiverkennung). Die Kamera klebt sich dann förmlich an den Eurofighter, selbst wenn er winzig im Sucher ist.
- Alternativ eignen sich dynamische Messfelder (z. B. Einzelfeld oder Dynamisch (M)), falls der Hintergrund sehr unruhig ist und die Automatik abgelenkt wird.
Serienbildfunktion und Auslöser
- Bildrate: Stelle auf die maximale Highspeed-Serienaufnahme ein (High-Speed-Serienaufnahme), um im exakten Moment des Vorbeiflugs eine Serie von Bildern zur Auswahl zu haben.
- Pre-Release Capture (Voraufnahmespeicher): Nutze dieses starke Feature der Z50II. Die Kamera speichert bereits Bilder im Puffer, bevor du den Auslöser komplett durchdrückst. Das ist extrem hilfreich bei Überschall- oder High-Speed-Manövern, bei denen menschliche Reaktionszeiten oft zu langsam sind.
Nützliche Zusatz Tipps
- Objektiv-Wahl: Da Jets oft weit weg sind, ist ein starkes Teleobjektiv (wie das NIKKOR Z DX 50-250mm f/4.5-6.3 VR oder ein adaptiertes FX-Tele via FTZ) essenziell. Dank des 1,5x Crop-Faktors der Z50II verlängert sich deine Brennweite optisch, was dir bei Flugzeugen sehr zugutekommt.
- Bildstabilisator (VR): Wenn du vom Stativ oder mit Mitziehern arbeitest, passe den VR an (Modus Normal oder Sport, falls vom Objektiv unterstützt). Bei extrem kurzen Zeiten (ab 1/2000 s) kannst du ihn testweise auch ausschalten.
Für dynamische und professionelle Aufnahmen von Rennautos (wie bei der DTM) gelten ähnliche Grundlagen wie bei Jets, allerdings liegt hier der Fokus noch stärker auf dem Gefühl von Geschwindigkeit und Dynamik.
Belichtung & Verschlusszeit
Im Motorsport willst du nicht nur, dass das Auto scharf ist, sondern vor allem, dass die Reifen sich drehen und der Hintergrund verschwimmt (Mitzieher-Effekt). Wenn alles komplett eingefroren ist, sieht ein Rennauto auf dem Foto oft aus, als würde es parken.
- Modus: S (Blendenpriorität mit Zeitvorwahl) oder M (Manuell) mit Auto-ISO.
- Für Mitzieher (Panning - der klassische Motorsport-Look):
- Wähle eine Verschlusszeit von 1/60 s bis 1/160 s (je nachdem, wie schnell das Auto vorbeifährt und wie geübt du beim Mitführen der Kamera bist).
- Tipp: Je näher das Auto ist, desto schneller musst du die Zeit wählen (z. B. 1/160 s), bei größerer Entfernung reichen oft 1/60 s.
- Für stehende Szenen (Boxengasse, Start, enge Kurven):
- Wenn du den Wagen komplett einfrieren möchtest, wähle kurze Zeiten ab 1/1000 s bis 1/2000 s.
- Blende: Nutze f/5.6 bis f/8. Das sorgt für eine gute Schärfentiefe, falls das Auto leicht schräg zur Kamera steht, und liefert meist die beste Abbildungsleistung des Objektivs.
- ISO: Halte den Wert so niedrig wie möglich (ISO 100 bis 400). Bei bewölktem Himmel oder auf schattigen Abschnitten regelt Auto-ISO den Wert automatisch nach oben.
Autofokus Einstellungen (AF)
Die Z50II hilft dir mit ihrem smarten Autofokus enorm, das Auto im Fokus zu behalten.
- Fokusmodus: AF-C (Kontinuierlicher Autofokus).
- Motiverkennung: Aktiviere im Menü die Fahrzeug-Erkennung (unter den AF-Motiverkennungseinstellungen). Die Kamera erkennt den Rennwagen zuverlässig und klebt sich am Auto fest.AF-Messfeld:
- 3D-Tracking oder Dynamisches Messfeld (M) sind ideal, um das Auto auch dann nicht zu verlieren, wenn es sich schnell über die Strecke bewegt oder Leitplanken/Zäune kurzzeitig die Sicht stören.
Auslösetechnik & Serienbilder
- Serienbildmodus: Schalte auf High-Speed-Serienaufnahme, um aus einer Reihe von Bildern das perfekte herauszufischen (vor allem bei Mitziehern sitzt oft nur jedes dritte oder vierte Bild perfekt).
- Pre-Release Capture (Voraufnahmespeicher): Nutze dieses Feature, um den perfekten Moment beim Herausbeschleunigen aus einer Kurve oder beim Überholmanöver nicht zu verpassen.
Wichtige für die Rennstrecke
- Mitziehen üben: Für den Mitzieher stehst du stabil, die Beine leicht auseinander, und folgst dem Auto fließend mit dem Oberkörper – bevor du auslöst, während der Belichtung und noch kurz danach weiterbewegen ("durchschwingen").
- Bildstabilisator (VR): Stelle den VR am Objektiv (falls vorhanden) auf den Sport-Modus (statt Normal). Dieser Modus ist speziell für Mitzieher optimiert und fängt nur das Verwackeln nach oben/unten ab, während die horizontale Bewegung zugelassen wird.Standort: Achte darauf, wo du stehst. Zäune kannst du oft "überlisten", indem du mit einem lichtstarken Teleobjektiv ganz nah an den Maschendraunzaun gehst und mit offener Blende hindurchfotografierst (der Zaun wird dann unscharf und verschwindet im Foto).
Für spektakuläre Aufnahmen von Helikoptern und Propellerflugzeugen (wie Warbirds, historischen Maschinen oder modernen Hubschraubern) gibt es eine ganz entscheidende Besonderheit: die Rotoren bzw. Propeller dürfen nicht komplett eingefroren wirken.
Wenn du bei einem Propellerflugzeug eine extrem kurze Verschlusszeit wählst, sieht es auf dem Bild so aus, als würde der Motor stehen (der sogenannte "Propeller-Stillstand"). Das zerstört die Dynamik komplett. Bei Hubschraubern müssen die Rotorblätter eine natürliche Bewegungsunschärfe (einen "Blurscheiben-Effekt") zeigen.
Belichtung & Verschlusszeit
- Modus: S (Blendenpriorität mit Zeitvorwahl) oder M (Manuell) mit Auto-ISO.
- Für Propellerflugzeuge & Hubschrauber (Mitzieher / Dynamik):
- Wähle eine bewusst längere Verschlusszeit von 1/125 s bis 1/320 s (bei sehr langsamen Propellern oder Helikoptern im Schwebeflug manchmal sogar bis 1/60 s).
- Das sorgt dafür, dass die Rotorblätter verschwimmen und das Fluggerät dynamisch wirkt, während der Rumpf des Flugzeugs/Helikopters durch sauberes Mitziehen scharf bleibt.
- Für Nahaufnahmen/Detailshots (wenn die Mitzieh-Technik schwierig ist):
- Wenn du keine Mitzieher machst, sondern einfach nur den Hubschrauber aus der Nähe festhältst, musst du die Zeiten verkürzen (z. B. 1/1000 s), nimmst dann aber in Kauf, dass der Rotor starr aussieht. Versuche daher, fast immer Mitzieher zu machen.
- Blende: Wähle f/5.6 bis f/8, um eine gute Schärfe zu erhalten.
- ISO: Halte den ISO-Wert so niedrig wie möglich (ISO 100 bis 200).
Autofokus Einstellungen (AF)
- Fokusmodus: AF-C (Kontinuierlicher Autofokus).
- Motiverkennung: Aktiviere im Menü die Fahrzeug-Erkennung (bzw. Flugzeug-Erkennung, falls separat auswählbar), damit die Z50II den Hubschrauber oder das Flugzeug fest im Visier behält.
- AF-Messfeld: 3D-Tracking oder Dynamisches Messfeld, besonders nützlich, wenn sich der Helikopter vor einem unruhigen Hintergrund (Bäume, Hangars, Berge) bewegt.
Stabilisierung & Technik
- Bildstabilisator (VR): Schalte den VR am Objektiv auf den Sport-Modus (falls vorhanden). Dieser Modus fängt Verwackler ab, lässt aber die horizontale Mitziehbewegung zu.
- Serienbildfunktion: Nutze die High Speed Serienaufnahme. Bei Verschlusszeiten um die 1/160 s sitzt bei Mitziehern oft nicht jedes Bild - je mehr Auslösungen du pro Vorbeiflug hast, desto höher ist die Chance auf das eine perfekte, gestochen scharfe Foto mit perfekter Rotoren-Unschärfe.
Für ausdrucksstarke und professionelle Portraits mit der Nikon Z50II kommt es vor allem auf einen schmeichelhaften Schärfebereich, ein schönes Bokeh (Hintergrundunschärfe) und einen präzisen Augen-Autofokus an.
Die folgenden Einstellungen und Techniken bilden die optimale Grundlage für gelungene Portraits:
Blende & Schärfentiefe
- Modus: A (Blendenpriorität / Zeitautomatik). Hier bestimmst du die Blende manuell, während die Kamera die passende Verschlusszeit wählt.
- Blende: Nutze eine möglichst offene Blende (z. B. f/1.8, f/2 oder f/2.8, je nachdem, was dein Objektiv hergibt). Das sorgt für eine geringe Schärfentiefe, sodass der Hintergrund wunderbar verschwimmt und das Modell perfekt freigestellt wird.Tipp: Wenn du ein Zoomobjektiv mit kleinerer Offenblende nutzt (z. B. Kit-Objektiv mit f/4.5 oder f/6.3), zoome so weit wie möglich ein und halte den Abstand zwischen Modell und Hintergrund möglichst groß, um trotzdem eine schöne Unschärfe zu erhalten.
Autofokus-Einstellungen (AF)
Die Z50II besitzt ein hervorragendes Autofokussystem mit fortschrittlicher Motiverkennung.
- Fokusmodus: AF-C (Kontinuierlicher Autofokus). Auch bei Portraits bewegt sich der Mensch minimal (Atmung, Gewichtsverlagerung); AF-C hält das Auge permanent scharf.
- Motiverkennung: Aktiviere im Menü die Personen-Erkennung (Augen-/Gesichtserkennung). Die Kamera erkennt das Gesicht bzw. das Auge sofort und fokussiert automatisch darauf.AF-Messfeld: Die automatische Messfeldsteuerung funktioniert bei Gesichtern und Augen extrem gut. Alternativ kannst du ein kleineres Messfeld wählen, wenn du die Komposition bewusst steuern willst.
Belichtung, ISO u. Verschlusszeit
- Verschlusszeit: Achte darauf, dass sie nicht zu langsam wird, um Verwackler durch kleine Bewegungen zu verhindern. Bei Festbrennweiten oder leichten Teles gilt als Faustregel mindestens 1/250 s (oder kürzer).
- ISO: Halte den ISO-Wert so niedrig wie möglich (ISO 100 bis 200), um maximale Bildqualität und Schärfe zu erhalten. Bei bewölktem Himmel oder im Schatten kannst du Auto-ISO mit einem Limit nutzen.
- Belichtungsmessung: Nutze die mittenbetonte Messung oder die Spotmessung, besonders wenn das Licht von hinten kommt (Gegenlicht), damit das Gesicht korrekt belichtet wird.
Bildstil & Dateiformat
- Dateiformat: Fotografiere idealerweise im RAW-Format (oder RAW + JPEG). Das gibt dir in der Nachbearbeitung (z. B. bei den Hauttönen oder Schatten) enorme Spielräume.
- Picture Control (Bildstile): Wenn du direkt JPEGs nutzen möchtest, probiere Nikons Porträt-optimierte Bildstile aus oder nutze die Creators Cloud für kreative Looks.